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Detlef Bernd Blettenberg wurde am 13. Oktober 1949 in Wirges im Westerwald als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. In einfachen und von der Natur geprägten Verhältnissen wuchs er bis zu seinem zwölften Lebensjahr in der nahe gelegenen Dorfgemeinde Elgendorf auf. Nach der Volksschule besuchte er zunächst drei Jahre lang das Gymnasium in Montabaur. Später lebte er drei weitere Jahre in einem Schülerheim in Garmisch-Partenkirchen und besuchte dort das Werdenfelser Gymasium. 1966 folgte er seinen Eltern nach Leverkusen, wo sein Vater in der chemischen Industrie Arbeit gefunden hatte. Dort absolvierte Blettenberg eine Industrielehre als Technischer Zeichner im Maschinenbau. Unmittelbar danach leistete er Wehrdienst. Nach Besuch der Marinefernmeldeschule in Flensburg-Mürwig fuhr er als Bordfunker zur See.


Zurück im Zivilleben, übte er seinen erlernten Beruf in der Industrie aus, bevor er 1972 in die internationale Entwicklungszusammenarbeit wechselte, in der er mehr als zwei Jahrzehnte tätig war. Von 1972 bis 1976 als Entwicklungshelfer in Ecuador, wo er als Ausbilder an einer technischen Schule in Cuenca und als Koordinator für Berufsausbildung im Erziehungsministerium in Quito arbeitete. Ecuador ist Schauplatz seiner Romane »Weint nicht um mich in Quito« und »Agaven sterben einsam«. Von 1982 bis 1986 war er Beauftragter des Deutschen Entwicklungsdienstes in Thailand, von 1992 bis 1994 in Nicaragua, und von 2003 bis 2004 in Ghana. Thailand diente Blettenberg als Schauplatz für seine Romane »Siamesische Hunde« und »Farang« sowie für den Auftakt von »Berlin Fidschitown«. In Nicaragua spielen »Blauer Rum« und »Null Uhr Managua«, in Ghana »Murnaus Vermächtnis«.

Zwischen diesen Auslandseinsätzen arbeitete er als Referent für Berufsausbildung und Gewerbeförderung in Bonn und später in Berlin. Diese Tätigkeit führte ihn regelmäßig nach Afrika, Lateinamerika, Asien und Arabien. Zudem publizierte er Fachbeiträge zur Berufsausbildung, zur Gewerbeförderung und zum Technologietransfer. Berlin spielt in mehreren seiner Romane eine Rolle, vor allem aber in »Barbachs Bilder« und »Berlin Fidschitown«. Eindrücke seiner zahlreichen Auslandsreisen schlugen sich in den Romanen »Harte Schnitte« und »Land der guten Hoffnung« nieder.


Als Schriftsteller schreibt er seit 1981 vor allem Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Seit 1988 arbeitet er auch immer wieder als Drehbuchautor für Kino und Fernsehen. Sein erster veröffentlichter Text war die Reportage »Das Grollen des Inka«. Sie erschien im Juli 1981 in TransAtlantik, der von Hans Magnus Enzensberger und Gaston Salvatore konzipierten Monatszeitschrift. Es folgten weitere Reportagen aus Übersee. 1981 wurde auch der erste Roman »Weint nicht um mich in Quito« veröffentlicht. Weitere Romane und Kurzgeschichten folgten bei Goldmann, Ullstein, Schweizer Verlagshaus, Volk & Welt, Maro und Rowohlt. Inzwischen erscheinen die Bücher des Autors bei Pendragon und DuMont.


Seit 1978 lebt und arbeitet Blettenberg - wenn nicht in Übersee - in Berlin. Seit 1994 als freier Schriftsteller. Er ist mit der Schauspielerin Andrea Heuer verheiratet.

Für die Thriller unter seinen Büchern wurde er mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet.


Der Autor im Urteil ausgewiesener Sachkenner:

»Was Blettenberg auszeichnet, ist neben Orts- und Milieukenntnissen auch seine überaus klare und lesbare Sprache.«
JÖRG FAUSER

„Blettenberg ist ein Autor, der sich besonders darin hervortut, Licht auf die Schattenseiten zu werfen.«
JANWILLEM VAN DE WETERING

»Blettenberg steht in der Bundesliga der Thriller-Autoren mit weitem Abstand an der Spitze. Er ist nicht nur ein wunderbarer Schriftsteller, sondern weiß, wie es im harten Leben wirklich zugeht. Er hat es mitgemacht.«
TED ALLBEURY

»Blettenberg öffnete die Fenster zur Welt, kombinierte Polit-Thriller und Abenteuerroman und etablierte einen immer sarkastischer werdenden, lakonischen Erzählton. Seine erfahrungsgesättigten Romane aus Asien, Afrika und Lateinamerika räumen mit exotistischen und drittweltistischen Romantizismen auf, begrenzen deutsche Schweinereien nicht auf Deutschland und erweitern die Grauzonen von Legalität noch um ein paar erfreulich skeptische Schattierungen.«
THOMAS WÖRTCHE

»Kein deutscher Autor hat so kenntnisreich die Welt erschlossen wie der langjährige Entwicklungsspezialist Blettenberg.«
TOBIAS GOHLIS

»Blettenberg ist der Wegbereiter globaler Perspektiven in der deutschen Kriminalliteratur. Ein Klassiker, ein Autor von internationaler Bedeutung.«
ULRICH NOLLER

D.B.Blettenberg in Ecuador 1975
D.B.Blettenberg mit Montri Gosalawat, Thailand 1983
D.B.Blettenberg, Chief´s Island/Okavango Delta 1989
D.B.Blettenberg, Maun/Botswana 1989
D.B.Blettenberg, Ghana 2004
D.B.Blettenberg, Basel 2008
D.B.Blettenberg, Kos 2009